• Mietwohnungen in Hamburg: Wie gestaltet sich der Wohnungsmarkt der Stadt?

    Etwa 900.000 Wohnungen sind aktuell in Hamburg vorhanden – von diesen stehen allerdings nur rund 2.300 Einheiten frei. Damit weist die Hansestadt eine Leerstandsquote von weniger als einem Prozent auf. Da ein Großteil der Wohnungen für Modernisierungsmaßnahmen und Abrissarbeiten freigehalten wird, fällt das eigentliche Wohnungsangebot noch kleiner aus. Um der steigenden Nachfrage allerdings gerecht zu werden, müssten bis 2030 noch rund 90.000 Einheiten gebaut werden. Die Hamburger Stadtverwaltung versucht deshalb, den Wohnungsmarkt mit diversen Neubaumaßnahmen auszubauen. Das größte Bauprojekt ist dabei wohl der Stadtteil HafenCity: Seit 2003 werden Wohnquartiere und öffentliche Einrichtungen in dem noch jungen Stadtgebiet entwickelt; das Areal wird voraussichtlich zwischen 2025 und 2030 fertiggestellt.  Zukünftig soll HafenCity Wohnraum für etwa 12.000 Menschen und bis zu 45.000 Arbeitsplätze zur Verfügung stellen – aktuell leben hier schon rund 1.700 Personen. Zusätzlich konzentriert sich die Hamburger Stadtverwaltung auf das Stadtentwicklungskonzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Mit diesem Projekt soll der Hamburger Osten mehr in den Fokus gerückt und modernisiert werden. Dabei handelt es sich nicht nur um die Entwicklung neuer Wohnräume, sondern um die gesamte Infrastruktur: In Stadtteilen wie Billbrook, Hamm und Borgfelde sollen Arbeiten und Wohnen besser miteinander verbunden werden, um das Potenzial von Wirtschaft und Lebensqualität gleichermaßen nutzen zu können.

    Gruppe

    Bevorzugte Wohnlagen

      Besonderheiten

    Singles

    Neustadt

    kleine Wohnungen in Stadtmitte, Parkanlage „Planten un Blomen“, Bars und     Restaurants

    Paare

    Blankenese

     teurer Stadtteil mit vielen Villen, mehrere Parks und ein Freilichttheater

    Familien

    Bergstedt

     gehobenes Wohngebiet, drei Schulen, umgeben von zwei Naturschutzgebieten

    Studenten

     Rotherbaum

    Standort der Universität Hamburg, studentisches Leben im Grindelviertel

    Senioren

    Nienstedten

    Elbvorort, Wohnungen mit Blick auf die Elbe, Hirschpark und Elbchaussee

    Die Preisgestaltung für Mietwohnungen in Hamburg

    Seit mehreren Jahren liegen die Mietpreise in der norddeutschen Metropole weit über dem bundesweiten Durchschnitt – und steigen jährlich weiter an. Besonders kleine Mietwohnungen in Hamburg sind begehrt: Da zunehmend mehr Senioren und Paare in die Weltstadt ziehen, wächst die Nachfrage für Ein- und Zweiraumwohnungen. Die Mietpreise für Einheiten bis zu einer Größe von 40 m² sind im Vergleich sogar teurer als mittelgroße Wohnungen. Eine 35 m² große Einraumwohnung in Barmbek-Nord kostet beispielsweise rund 550 € Warmmiete. Eine fast doppelt so große Wohneinheit mit zwei Zimmern ist dagegen für ca. 800 € warm erhältlich. Doch nicht nur die Größe bestimmt das Preissegment, auch die Lage ist ausschlaggebend: So kann eine Mietwohnung im Zentrum mit einer Wohnfläche von etwa 60 m² mit rund 1.000 Warmmiete zu Buche schlagen. Im Randgebiet Rissen kostet eine ähnlich große Wohnung allerdings nur ca. 750 € Warmmiete. Wer also nicht zwingend in Zentrumsnähe leben will und ausreichend Zeit für die Suche hat, kann auch eine günstige Mietwohnung in Hamburg finden. Für Studenten und Singles ist zudem eine Wohngemeinschaft am besten geeignet, um die Mietpreise relativ gering zu halten.

    Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen

    Stadtteil oder Stadtbezirk

    Zimmeranzahl

    Wohnungsgröße

    Durchschnittspreis warm  

    St. Pauli

    2 Zimmer

    ca. 45 m²

    ca. 950€

    Eppendorf

    3 Zimmer

    ca. 70 m²

    ca. 1.200€

    Winterhude

    4 Zimmer

    ca. 100 m²

    ca. 1.800€

     

    Die Wohnlagen für Immobilien in Hamburg teilen sich folgendermaßen auf:

     Lagen

     Bezirke und Viertel

     Wohnungen zur Miete in Euro pro m²

     Luxuriöse Toplage

     Blankensee

    14,00 - 20,00

     Sehr gute  Wohnlage 

     St. Pauli

    13,00 – 14,00

    Mittlere Wohnlage

     Hamm, Horn, Veddel

    8,00 – 9,50

    Einfache Wohnlage

     Bergedorf, Gut Moor, Hausbruch, Rönneburg, Wandsbeck

    6,00 – 8,00

    Die beliebtesten Viertel in Hamburg

    Momentan leben rund 1,75 Millionen Hamburger in 104 Stadtteilen mit einer Gesamtfläche von rund 755 km². Unter ihnen befinden sich etwa 42.000 Studenten, welche die Universität Hamburg besuchen. Der Campus dieser Bildungseinrichtung ist im Stadtteil Rotherbaum ansässig – in den umliegenden Straßen haben sich zahlreiche junge Anwohner niedergelassen. Sie wohnen oftmals in Wohngemeinschaften in den denkmalgeschützten Altbauten des Grindelviertels. In Pöseldorf, einem weiteren Viertel von Rotherbaum, sind dagegen eher Paare, Akademiker und teils Senioren angesiedelt; Villen und Einfamilienhäuser prägen hier das Bild. Insgesamt gilt der Stadtteil als dynamisch und bietet seinen Anwohnern zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: Von Kunstgalerien über Museen bis hin zu Clubs und Kneipen an der Milchstraße lässt sich hier alles finden. Zusätzlich sorgen das Kino Abaton und ein Theater für Unterhaltung. Wer sich erholen oder Sport treiben möchte, kann dies in den drei umliegenden Parks tun – auch bei Hundebesitzern sind die Grünflächen beliebt. Die populärste Parkanlage Hamburgs ist allerdings „Planten un Blomen“, mitten in Hamburgs City gelegen. Sechs Gärten und Gewächshäuser mit unterschiedlichen Themen bieten den Besuchern eine exotische Pflanzenwelt, auf den Liegewiesen und Terrassen kann das schöne Wetter genossen werden. Zudem gibt es im Park zahlreiche Attraktionen für Jung und Alt: Auf dem Wasserspielplatz sowie dem Bullerberge-Spielplatz können Kinder sich austoben, beim Outdoor-Schach und auf der Minigolfanlage treten Familien gegeneinander an.  Auch Veranstaltungen, beispielsweise Konzerte und Kinderfestivals, werden regelmäßig im „Planten un Blomen“ ausgerichtet. Um nahe des Parks zu wohnen, können sich Zuzügler in Hamburg-Neustadt oder im Karolinenviertel niederlassen – besonders in letzterem sind etliche Altbauten zu finden, deren Wohneinheiten allerdings im mittleren bis hohen Preissegment angesiedelt sind. Wer lieber etwas abseits des Großstadttrubels leben und eine idyllische Atmosphäre genießen möchte, sollte sich im Stadtteil Lurup nach einer Mietwohnung in Hamburg umsehen. Zahlreiche Einfamilienhäuser mit kleinen Vorgärten locken vor allem Familien und Senioren in das Wohngebiet; zudem prägen mehrgeschossige Gebäudekomplexe das Bild. Etliche Kindergärten und Schulen, darunter das Goethe-Gymnasium, können zu Fuß oder mit dem Bus erreicht werden. Mit den Elbgau-Passagen und dem Lurup Center besitzt Lurup außerdem alle nötigen Geschäfte zur alltäglichen Nahversorgung. 

    Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften

    Stadtteil

     Eigenschaften

    Attraktiv für

     Hohenfelde

     kulturelle Einrichtungen, nahe der Alster, Einkaufszentrum mit Kino

     Paare

     Lurup

     ruhiges Wohngebiet, Nahversorgung durch Elbgau-Passagen, ausgebauter Nahverkehr

     Senioren

     Hamm

     Wohngemeinschaften in Altbauten mit Balkon, zentrale Lage, viele Grünflächen

     Studenten

     

    Warum das Hamburger Stadtbild einzigartig ist

    Zwar besitzt Hamburg aufgrund der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg kaum mehr zusammenhängende Gründerzeitviertel, doch lassen sich vor allem in Hamburg-Mitte noch etliche sanierte Altbauten aus vergangenen Jahrhunderten finden. So stehen beispielsweise an den Elbufer-Promenaden zahlreiche Villen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Auch in Eimsbüttel und in Eppendorf werden die Gründerzeitbauten immer wieder von Spaziergängern bestaunt. Dazwischen wurden viele moderne Hochhäuser errichtet, die zunehmend das Hamburger Stadtbild prägen. Ein besonderes Highlight der neuzeitlichen Architektur: die Elbphilharmonie, welche sich durch die geschwungene Dachform auszeichnet. Die Immobilien der Metropole Hamburg bieten also eine Mischung verschiedener architektonischer Epochen und werden zukünftig noch durch zahlreiche Neubauten ergänzt.

     

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